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Weiße Weste-Derby oder Bendikowski-Komplex?

2. Volleyball-Bundesliga: Oshino-Volleys Eltmann – VC/DJK Hammelburg

Eltmann. In der Volleyball-Bundesliga steht am Samstag der Saison-Kehraus im Eschenbacher Hangar an. Und es dürfte zum Ausklang nochmals ein heißer Tanz werden, denn es ist fränkische Derby-Time. Hammelburg will mit vielen Fans im Gefolge den Hangar erobern.

Auf den ersten Blick scheint es von der Papierform her eine klare Sache zu sein, wenn der Spitzenreiter den Tabellensiebenten empfängt. Doch es ist ein Derby, und Derbys haben oftmals eigene Gesetze. Auch ist es noch nicht klar, welcher Teil der Fans im Eschenbacher Hangar die akustische Hoheit haben wird, obwohl die Trommler der Eltmanner „Red Barons“ alles geben werden. Dies gilt natürlich auch für die tanzenden „Lucky Angels“. Die Trainer sind beide echte Füchse, kommen vom Balkan und sind auch miteinander befreundet.

 

Im Vorjahr brachte Hammelburg den Eltmannern die erste Saisonniederlage bei, und beim Hinspiel in der laufenden Saison gab es im ersten Satz mehr als 60 Punkte, und der extrem spannende Satz ging letztlich mit Glück an die Oshinos, die in den nachfolgenden dann klar dominierten.

Doch Hammelburg, als Tabellensiebenter derzeit mit 30 Punkten auf der Habenseite, hat mit Kapitän Felix Bendikowski einen Mann in seinen Reihen, der in manchen Spielen gar nicht groß auffällt, aber andererseits, wenn er einen richtig guten Tag erwischt, den Gegner quasi allein in seine Einzelteile zerlegen kann. Dies hat er kürzlich in Mainz wieder einmal klar unter Beweis gestellt. Und sollte beim TV/TJK auch Lorenz Karlitzek in Topform sein, spielerisch gepaart mit einer Top-Leistung des neuen Zuspielwunderkindes Kaspar Vuaronen aus Finnland, dann wird es auch für Eltmann richtig schwer, die „Weiße Heimweste“ an das rettende Ufer in Sicherheit zu bringen.

Sebastian Richter als Eltmanner Kapitän hat jedoch mit seinen Jungs genau das vor, und keiner von ihnen ist am letzten Heimspieltag scharf darauf, die MVP-Silbermedaille im Hangar zu erkämpfen.

Sowohl Milan Maric wie auch Manager Rolf Werner sind optimistisch, aber nicht überschwenglich. Sie hoffen auf eine volle Halle und motivierte Oshino-Akteure auf dem Spielfeld.

Aber auch im letzten Saisonheimspiel ist für den Trainer das Rotationsprinzip angesagt. Denn wie immer, jeder der 14 Akteure möchte spielen, daheim vor den eigenen Fans und vor den letzten drei Auswärtsspielen in Freiburg, Friedrichshafen und Delitzsch seine Visitenkarte hinterlassen. Gesetzt ist nur Merten Krüger als Zuspieler.

Bei dem Vorsprung der Oshino Volleys in der Tabelle wäre zwar gegen den Nachbarn aus Hammelburg eine Niederlage verkraftbar und kein Beinbruch. Doch als Lohn für eine gute Leistung und einen Sieg winkt der 55. Saisonpunkt und garantiert auch ein Riesenbeifall von mindestens 800 zu erwartenden Fans.

Nach dem Spiel ist für die Fans die Verlosung einer Ballonfahrt geplant und all diejenigen sollen bedacht werden, die die meisten Stempel auf ihrer Karte haben. Weitere Feierlichkeiten sind nicht geplant, denn noch ist die Saison nicht zu Ende.

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