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Sebastian führte die Oshinos über das „Blaue Wunder“

2. Bundesliga Volleyball: VC Oshino Eltmann – VC Dresden 3:1 (25:10 25:19 25: 15)

Eltmann. Die Oshino-Volleys hatten sich auf das Match gegen den VC Dresden im heimischen Hangar gefreut, aber Milan Maric war dennoch etwas unruhig. Zwar hatte er im Training den Siegeswillen gespürt mit dem das Team das Projekt Aufstieg verfolgt, doch sowohl Thiago Welter wie auch Heriberto Quero waren wegen eines überstandenen Magen-Darm-Infektes nicht fit. So fungierte Quero auf der Bank als Co-Trainer, Welter wollte trotzdem spielen, stand im Aufgebot und bot sich an.

Kapitän Sebastian Richter, der zum Jahreswechsel eine Bilanz der ersten Halbserie gezogen hatte, war gut drauf. In seiner Analyse hatte er nach dem Jahreswechsel gesagt: „Wir haben bis Weihnachten auf einem Level gespielt, dass man auch in der 2. Halbserie nur halten, aber nicht toppen kann. Und es freut mich, dass alle Spieler, wir haben ja eigentlich zwei Top-Sechser, so mit Spielfreude, auch wenn nicht immer alle spielen können, zur Stange halten.“
Und das stellten die Oshinos gegen Dresden vor gut 400 Zuschauern auch weitestgehend unter Beweis. Merten Krüger führte wie meist unauffällig gut Regie und Johnny Engel stellte eindrucksvoll unter Beweis, dass er seine Hochrechnungen im Vorfeld des Spiels gut gemeistert hatte. Trotz Uni-Prüfungsstress gab er mit seinen Außenangriffen dem „Riesen-Block“ der Dresdner manches Rätsel auf. Max Kolbe war wieder das Fegefeuer auf dem Parkett und Mircea Peta sprühte nur so von Kraft, sowohl bei seinen Hammer-Aufschlägen wie auch bei gnadenlosen Diagonalangriffen.

Begonnen hatte es im ersten Satz mit einem Punkt für die Elbflorenzer, doch dann war der Eltmann-Block mit Engel da und glich aus.
Doch dann konterten die Dresdner erneut, besonders Richard Peemüller (7) wollte den Eltmännern mit ihrer „Red Barons“-Trommelbatterie den Heimabend versalzen – und plötzlich stand es 2:4.
Das konnte Sebastian Richter nicht auf sich sitzen lassen, er machte zwei Punkte in Folge und sorgte dafür, dass Eltmann mit 5:4 in Führung ging. Peta und Engel hämmerten nun drauflos, und zur ersten technischen Auszeit führte man 8:6. Doch Dresden glich erneut aus, ging dann durch Böttcher (12) mit 8:9 selbst wieder in Front und führte nach einer Viertelstunde mit 12:15. Es gab erste verunsicherte Blicke von den Tribünen, aber es gab auch „Capitano“ Sebastian Richter, der eine herrliche Aufschlagserie mit zwei Assen hinlegte, sodass die Eltmanner Fans das 16:15 bejubeln konnten.

Nachdem der „Flying Angel“ einen Dankeschönball zum 18:16 veredeln konnte sorgten Kellermann mit einem Aufsteiger und Peta per Rakete für einen beruhigenden 20:16-Vorsprung. Peenemüller und Böttcher zeigten bei Dresdner echten Kampfgeist, wodurch sich der Oshino-Vorsprung auf 20:18 verkleinerte. Doch Engel, Kellermann und Peta hielten voll dagegen, und der erste Satz war mit 25:20 in trockenen Tüchern.

Den 2. Satz eröffnete wiederum Richter, doch der größte Dresdner, Maase, nun endlich im Spiel, machten den Ausgleich. Doch dann war Peta wieder da, machte das 4:3, Routinier Chris Nowak, der frischgebacke Papa brachte Ruhe in die Aktionen, steuerte mit einem Aufsteiger das 5:4 bei und beim dem anschließenden Peta-Kracher-Ass brach bei dem erfolglosen Dresdner Abwehrversuch eine komplette Werbebande zusammen, von Peter Knieling und seinen jungen Helfern jedoch schnell wieder aufgerichtet.
Mittlerweile konnte man zusehends eindrucksvolle Ballwechsel sehen, einen besonders schönen beendete Richter mit dem 8:4. Im Satzmittelteil war die Zeit anspruchsvoller Aufsteiger-Punkte und beiderseitig guter Blockarbeit. Letztlich waren die Oshinos dennoch besser drauf und ein Doppelblock von Kellermann und Richter sorgten für die 16:10-Führung.

Der 2,10 m-Mann Maase hatte dann einige gute Aktionen, doch die gingen im Angriffswirbel der Oshinos unter und nach dem 21:14-Engel-Kracher waren auch im Satz Nr. 2 die Fronten klar, es war der Engel-Satz des Spiels , denn er steuerte auch den 24. Punkt beim 25:19 bei.

Im dritten Satz dann Aufregung beim 1:1 am Schiedsrichterstuhl, die Sachsen wollten nach dem 0:1 auch diesen Punkt unbedingt für sich. Doch die Oshinos setzten sich mit einem Richter-Angriff auf 9:5 ab. Doch dann wieder eine Stolperstrecke, Dresden kam auf 10:9 heran. Das hielt allerdings nicht lange, denn als Maase beim Stand von 17:13 den Ball ins Netz knallte, war es ein lächelnder Sebastian Richter, der auf 18:13 erhöhte. Auch das Eltmanner Urgestein Novak brachte sich mit dem 22:14 nochmals ein und Hansi Nürnberger, mittlerweile im Spiel machte einen echten Lustpunkt, seine Augen leuchteten dabei, zum 24:15. Und besonders glücklich dürfte an diesem Abend Youngster Nico Bitsch gewesen sein, denn ihm blieb es vorbehalten, zum Matchpoint aufzuschlagen. Und gleich der erste saß dank dem souveränen Eltmanner Block.

Milan Maric zeigte sich nach dem Sieg erleichtert: „Heute habe ich mit Heriberto einen guten Assistenten auf der Bank gehabt. Wir haben Dresden gleich ernst genommen, und mit der Leistung, mit der die Dresdner heute aufgetreten sind, habe ich keine Bedenken, dass sie der 2. Bundesliga erhalten bleiben.

Ein glücklicher Mircea Peta, nun bereits zum zweiten Mal zum MVP gewählt, bemerkte: „Wir haben von Anfang an Druck gemacht. Anfangs war ich etwas verunsichert, doch dann lief es. Ich bin sehr froh, dass wir unseren 1. Platz gefestigt haben und wir wollen mit breiter Brust in Rüsselsheim nächste Woche ran.“ dazu viel Erfolg und :

TAKE OFF! -rom-

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